Fremdkörper
Multimediale Installation 2026,
7 Kanal Video, 6 Kanal Sound, 5 Texte, Geruch.

„Die Arbeit handelt von Dingen, die vorbei sind,
Dingen, die nicht passiert sind,
Dingen, die nie hätten passieren sollen.“
Die multimediale Installation „Fremdkörper“ besteht aus einem 7-Kanal-Videoloop, einem 6-Kanal-Sound sowie fünf Texten und zwei Diffusoren. Sie behandelt die Unsicherheit und Überforderung, aber auch die Schönheit und Intensität des Heranwachsens. Langsam und subtil erzählt sie von Freundschaft und Romantik, vom Sich-Finden und dem sich gegenseitig Finden, vom Abstecken eigener Grenzen und davon, sie überschritten zu sehen.
Im Zentrum der Arbeit steht das Ungesagte: Schmerz, Zärtlichkeit, Sehnsucht und eine Berührung, die nur zugelassen wird, solange niemand anderes sie sieht. Dabei stehen sich zwei Pole gegenüber: der Film mit Sound und Geruch auf der einen, die Texte auf der anderen Seite.


Der Film begleitet zwei junge Männer, die sich durch eine unwirkliche Brachlandschaft bewegen. Durch die starke Verlangsamung der Aufnahmen verändert sich die Wahrnehmung des Geschehens; die Sequenzen rücken an das fotografische Einzelbild heran und erscheinen weniger als Bewegung denn als statische Bilder. Dieses Vorgehen fordert Betrachtende auf, innezuhalten und genau hinzusehen, wodurch kleine Gesten an Bedeutung gewinnen. Immer wieder lösen sich die Bilder in Weiß auf und hinterlassen Leerstellen.
Der reduzierte Sound begleitet das Bild, erweitert, stört und verbindet. Er öffnet einen Assoziationsraum, ohne festzulegen, was empfunden werden soll. Die Diffusoren verströmen einen subtilen Geruch und erweitern die Arbeit auf körperlicher Ebene. Er erinnert an einen Sommertag am See, an Wald, Staub und Schweiß und eröffnet eine weitere Schicht des Erinnerns.






Die verschiedenen Medien eröffnen einen weiten Raum für Assoziationen und Fragestellungen. Zunächst tritt die Queerness des Stoffes hervor: Gezeigt werden zwei junge Männer, deren Verhältnis zueinander nicht klar benennbar ist. In Blicken, kleinen Gesten und kurzen Berührungen zeigt sich ein vorsichtiges Eingeständnis von Zuneigung, das unausgesprochen im Raum stehen bleibt. Die Arbeit löst diese Ungewissheit nicht auf.
Dem gegenüber stehen die im Raum platzierten Texte als weiterer zentraler Bestandteil der Arbeit. Sie benennen das Unausgesprochene, halten Beobachtungen fest und formulieren Fragmente von Nähe, Distanz und Erinnerung. Sie wirken hart, lakonisch und distanziert und tragen eine Kühle und Passivität in sich.
Gleichzeitig stellt sie Fragen nach Strukturwandel sowie nach dem Verhältnis von Mensch, Industrie und Natur. Die Brachlandschaften im Video erscheinen als Zwischenräume zwischen Natur und Zivilisation, weder eindeutig verlassen noch eindeutig belebt. In diesen Räumen kann Queerness existieren, wenn sie anderswo kaum Platz findet.
So erscheint die Installation als Allegorie auf das Gefühl des Fremdseins, auf die Erfahrung, ein Fremdkörper zu sein.
Fremdkörper
Multimediale Installation 2026,
7 Kanal Video, 6 Kanal Sound, 5 Texte, Geruch.

„Die Arbeit handelt von Dingen, die vorbei sind,
Dingen, die nicht passiert sind,
Dingen, die nie hätten passieren sollen.“



Die multimediale Installation „Fremdkörper“ besteht aus einem 7-Kanal-Videoloop, einem 6-Kanal-Sound sowie fünf Texten und zwei Diffusoren. Sie behandelt die Unsicherheit und Überforderung, aber auch die Schönheit und Intensität des Heranwachsens. Langsam und subtil erzählt sie von Freundschaft und Romantik, vom Sich-Finden und dem sich gegenseitig Finden, vom Abstecken eigener Grenzen und davon, sie überschritten zu sehen.
Im Zentrum der Arbeit steht das Ungesagte: Schmerz, Zärtlichkeit, Sehnsucht und eine Berührung, die nur zugelassen wird, solange niemand anderes sie sieht. Dabei stehen sich zwei Pole gegenüber: der Film mit Sound und Geruch auf der einen, die Texte auf der anderen Seite.


Der Film begleitet zwei junge Männer, die sich durch eine unwirkliche Brachlandschaft bewegen. Durch die starke Verlangsamung der Aufnahmen verändert sich die Wahrnehmung des Geschehens; die Sequenzen rücken an das fotografische Einzelbild heran und erscheinen weniger als Bewegung denn als statische Bilder. Dieses Vorgehen fordert Betrachtende auf, innezuhalten und genau hinzusehen, wodurch kleine Gesten an Bedeutung gewinnen. Immer wieder lösen sich die Bilder in Weiß auf und hinterlassen Leerstellen.
Der reduzierte Sound begleitet das Bild, erweitert, stört und verbindet. Er öffnet einen Assoziationsraum, ohne festzulegen, was empfunden werden soll. Die Diffusoren verströmen einen subtilen Geruch und erweitern die Arbeit auf körperlicher Ebene. Er erinnert an einen Sommertag am See, an Wald, Staub und Schweiß und eröffnet eine weitere Schicht des Erinnerns.


Die verschiedenen Medien eröffnen einen weiten Raum für Assoziationen und Fragestellungen. Zunächst tritt die Queerness des Stoffes hervor: Gezeigt werden zwei junge Männer, deren Verhältnis zueinander nicht klar benennbar ist. In Blicken, kleinen Gesten und kurzen Berührungen zeigt sich ein vorsichtiges Eingeständnis von Zuneigung, das unausgesprochen im Raum stehen bleibt. Die Arbeit löst diese Ungewissheit nicht auf.
Dem gegenüber stehen die im Raum platzierten Texte als weiterer zentraler Bestandteil der Arbeit. Sie benennen das Unausgesprochene, halten Beobachtungen fest und formulieren Fragmente von Nähe, Distanz und Erinnerung. Sie wirken hart, lakonisch und distanziert und tragen eine Kühle und Passivität in sich.

Gleichzeitig stellt sie Fragen nach Strukturwandel sowie nach dem Verhältnis von Mensch, Industrie und Natur. Die Brachlandschaften im Video erscheinen als Zwischenräume zwischen Natur und Zivilisation, weder eindeutig verlassen noch eindeutig belebt. In diesen Räumen kann Queerness existieren, wenn sie anderswo kaum Platz findet.
So erscheint die Installation als Allegorie auf das Gefühl des Fremdseins, auf die Erfahrung, ein Fremdkörper zu sein.