52.5012497, 13.3641043
2023, Text, Plastikfolie, Papier
9 Texte Deutsch / Englisch
Die Arbeit besteht aus neun Texten auf Papier, die mit semitransparenter Plastikfolie bedeckt sind. Im Raum erscheinen sie zunächst als helle, milchige Flächen, zurückhaltend, fast abweisend. Erst in der Annäherung verändert sich das Bild. Um den Inhalt lesen zu können, müssen Betrachtende nah herantreten und die Folie berühren. Lesen beginnt hier nicht mit dem Blick allein, sondern mit einer Geste. Der Text liegt nicht offen da. Er muss freigelegt werden.
Die Folie erinnert an Baustellenmaterial, an Abdeckung, Absperrung, Übergang. An etwas Vorläufiges, das gleichzeitig verdeckt und sichtbar macht.
Der Titel verweist auf einen Abschnitt der Potsdamer Straße in Berlin. Hier treffen Galerien, Ateliers, Imbisse, teure Restaurants, Cafés, Wohnhäuser, Sexarbeit und Verkehr auf dichtem Raum zusammen.
Die Texte entwickeln sich aus autobiografischen und autofiktionalen Ansätzen. Sie folgen verschiedenen Stimmen und Situationen der Potsdamer Straße, ohne sie zu einem linearen Narrativ zu schließen.


Was in diesen Texten aufscheint, ist nicht nur Sexualität oder Begehren. Es geht ebenso um Klasse, um Geld, um Abhängigkeit, um Scham, um Fürsorge, um Gewaltverhältnisse im Alltäglichen, um urbane Oberflächen und die Frage, wer sich in ihnen wie bewegt. Die Arbeit zeigt, wie eng Intimität, Ökonomie und soziale Ordnung miteinander verbunden sind.
Während die Texte von Nähe, Distanz und Berührung erzählen, verlangt die Arbeit selbst genau diese Annäherung.
Die Arbeit entstand 2023 im Kontext einer Residenz an der Cittadellarte Fondazione Pistoletto in Biella. Seitdem liegt sie in einer deutschen und einer englischen Fassung vor.



52.5012497, 13.3641043
2023, Text, Plastikfolie, Papier
9 Texte Deutsch / Englisch

Die Arbeit besteht aus neun Texten auf Papier, die mit semitransparenter Plastikfolie bedeckt sind. Im Raum erscheinen sie zunächst als helle, milchige Flächen, zurückhaltend, fast abweisend. Erst in der Annäherung verändert sich das Bild. Um den Inhalt lesen zu können, müssen Betrachtende nah herantreten und die Folie berühren. Lesen beginnt hier nicht mit dem Blick allein, sondern mit einer Geste. Der Text liegt nicht offen da. Er muss freigelegt werden.
Die Folie erinnert an Baustellenmaterial, an Abdeckung, Absperrung, Übergang. An etwas Vorläufiges, das gleichzeitig verdeckt und sichtbar macht.
Der Titel verweist auf einen Abschnitt der Potsdamer Straße in Berlin. Hier treffen Galerien, Ateliers, Imbisse, teure Restaurants, Cafés, Wohnhäuser, Sexarbeit und Verkehr auf dichtem Raum zusammen.
Die Texte entwickeln sich aus autobiografischen und autofiktionalen Ansätzen. Sie folgen verschiedenen Stimmen und Situationen der Potsdamer Straße, ohne sie zu einem linearen Narrativ zu schließen.

Was in diesen Texten aufscheint, ist nicht nur Sexualität oder Begehren. Es geht ebenso um Klasse, um Geld, um Abhängigkeit, um Scham, um Fürsorge, um Gewaltverhältnisse im Alltäglichen, um urbane Oberflächen und die Frage, wer sich in ihnen wie bewegt. Die Arbeit zeigt, wie eng Intimität, Ökonomie und soziale Ordnung miteinander verbunden sind.
Während die Texte von Nähe, Distanz und Berührung erzählen, verlangt die Arbeit selbst genau diese Annäherung.
Die Arbeit entstand 2023 im Kontext einer Residenz an der Cittadellarte Fondazione Pistoletto in Biella. Seitdem liegt sie in einer deutschen und einer englischen Fassung vor.


