Gedoogbeleid
(Duldungspolitik)
Fotoserie 2024, 27 fotos, FineArt Print
Die Arbeit entstand in einem weitläufigen Stadtpark einer niederländischen Kleinstadt. Sie erzählt von einem verlassenen Cruising-Spot, fotografiert zu verschiedenen Zeiten. Die Bilder zeigen neben Bäumen, Wegen und umgeknickten Ästen Spuren und Hinterlassenschaften: Kondome, Taschentücher, Bandagen, Seile, Tape und andere Gegenstände, deren genaue Verwendung sich nicht immer erschließt.
Die Fotos sind in einem kleinen, intimen Format gedruckt und auf dem Teppich der Installation ausgelegt. Betrachtende können sie in die Hand nehmen und verschieben. Die Reihenfolge ist offen, die Geschichte, die sich ergibt, liegt bei jeder Person selbst.


Gedoogbeleid
(Duldungspolitik)
Fotoserie 2024, 27 fotos, FineArt Print

Die Arbeit entstand in einem weitläufigen Stadtpark einer niederländischen Kleinstadt. Sie erzählt von einem verlassenen Cruising-Spot, fotografiert zu verschiedenen Zeiten. Die Bilder zeigen neben Bäumen, Wegen und umgeknickten Ästen Spuren und Hinterlassenschaften: Kondome, Taschentücher, Bandagen, Seile, Tape und andere Gegenstände, deren genaue Verwendung sich nicht immer erschließt.
Die Fotos sind in einem kleinen, intimen Format gedruckt und auf dem Teppich der Installation ausgelegt. Betrachtende können sie in die Hand nehmen und verschieben. Die Reihenfolge ist offen, die Geschichte, die sich ergibt, liegt bei jeder Person selbst.

Was die Arbeit beschäftigt, ist das Geheimnis und das Verstecken. Der Wald als Schutzraum ist ein Ort, an dem Freiheit möglich wird, die anderswo keinen Platz findet. Gleichzeitig ist dieser Raum nicht sicher: keine Infrastruktur und eine latente Gefahr, die vom Ort selbst ausgeht oder von den Menschen, denen man begegnet. Der Wald gibt und nimmt. Er schützt und gefährdet.
Der Titel Gedoogbeleid (niederländisch für Duldungspolitik) verweist auf die historische Ambivalenz solcher Räume: Sie werden ignoriert oder toleriert, bleiben aber prekäres Terrain. In Resonanz mit Rosa von Praunheim („Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“) und José Esteban Muñoz’ Cruising Utopia wird der Wald hier zu einem Ort, an dem sich gesellschaftliche Verdrängung und utopisches Begehren auf engstem Raum überschneiden.